FAQ

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen rund um „50 Grüne Häuser“ und die Einreichung.

Wer kann sich für ein kostenloses Grünfassaden-Modul bewerben?

MieterInnen, EigentümerInnen und Hausverwaltungen können die Einreichung starten. Die ersten beiden Schritte der Einreichung sind für alle Interessierten offen.

Im dritten und finalen Schritt benötigen MieterInnen die Unterstützung einer/s EigentümerIn oder der Hausverwaltung, um die Einreichung abzuschließen.

Grundsätzlich können alle WienerInnen und Wiener einreichen. Personen im Zielgebiet werden bevorzugt behandelt.

Wie lange läuft die Einreichfrist für die kostenlosen Module?

Die Einreichfrist für die ersten 50 Prototypen läuft bis zum 31. Mai 2019, wird aber ggf. verlängert. Falls Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, empfehlen wir Ihnen, sich in unsere Mailing-Liste einzutragen.

Wie viel Zeit brauche ich für die Einreichung?

Die Einreichung besteht aus drei Schritten:

  • Der erste Schritt, die Eingabe der Basis-Daten, dauert nur wenige Minuten.
  • Im zweiten Schritt, dem Quick-Check, sollten Sie ca. 1-2 Stunden für das Beschaffen und Eingeben der erforderlichen Daten einplanen.
  • Um den dritten Schritt vorzubereiten, in dem die Einwilligung der EigentümerInnen eingeholt wird, sind ebenfalls etwa 1-2 Stunden notwendig.

Für die Abstimmung sollten Sie bei einem Gebäude mit mehreren EigentümerInnen insgesamt ca. zwei Monate einplanen: Die EigentümerInnen sollten zumindest drei Wochen Zeit haben für die Rückmeldung. Anschließend besteht die gesetzliche Einspruchsfrist von einem Monat. Es ist also wichtig, frühzeitig zu beginnen!

Ich habe die Einreichung abgeschlossen. Wann weiß ich, ob ich ein Modul bekomme?

Voraussichtlich wird Mitte August 2019 bekannt gegeben, an welchen Häusern die ersten 50 kostenlosen Grünfassaden-Module aufgestellt werden. EinreicherInnen erhalten dazu eine Benachrichtigung per E-Mail.

Wie wird entschieden, wer ein kostenloses Grünfassaden-Modul bekommt?

Unter Auswahlkritierien finden sich die unbedingten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einreichung, sowie einige Punkte, die zu einer besseren Reihung führen.

Über die Auswahl der Modul-Zusammenstellung (Pflanzen, Materialien, Rankhilfen, etc.) und die Vergabe der 50 Fassadenbegrünungen entscheidet das Forschungskonsortium. Es besteht kein Anspruch auf das Gratis-Fassadenmodul, auf eine bestimmte Modul-Zusammenstellung oder auf einen adäquaten Ersatz.

Welche Verpflichtungen entstehen beim Erhalt eines kostenlosen Grünfassaden-Moduls?

Das kostenlose Grünfassaden-Modul im Wert von rund 2.000,- Euro wird im Rahmen eines Forschungsprojektes vergeben – im Gegenzug für das kostenlose Modul unterstützen die EmpfängerInnen der Module mit ihrer Teilnahme die Forschung: Das Modul muss laufend gepflegt werden (siehe Pflegeanleitung), ein Pflegeprotokoll ist zu führen, digitale Umfragen sind auszufüllen (max. 3 Runden) und ggf. finden zusätzlich persönliche Gesprächen mit dem Forschungsteam statt.

Details zu den Rechten und Pflichten, die mit der Entgegennahme der kostenlosen Grünfassaden-Module verbunden sind, finden sich in den Teilnahmebedingungen: www.50gh.at/teilnahmebedingungen

Ich möchte mitmachen - wie kann ich andere im Haus überzeugen?

Im Bereich Downloads haben wir verschiedene Materialien zusammengestellt, die dabei unterstützen, die anderen HausbewohnerInnen und EigentümerInnen vom Grünfassaden-Modul zu überzeugen. Das entsprechende Info-Material liegt auch an verschiedenen Orten in Wien-Favoriten kostenlos zur Abholung auf:

  • Die Umweltberatung, Buchengasse 77/4, 1100 Wien (Mo-Do 9 bis 15 Uhr, Fr 9 bis 12 Uhr)
  • Bezirksvorstehung Favoriten, Keplerplatz 5, 1100 Wien (Mo, Di, Mi, Fr 8 bis 15:30 Uhr, Do 8-17:30 Uhr)
  • GB*Stadtteilbüro Quellenstraße 149, 1100 Wien (Mo, Di, Mi, Fr 14-18 Uhr, Do 9-18 Uhr)

Ich wohne in einem Gemeindebau - kann ich mitmachen?

Wiener Wohnen unterstützt das Projekt grundsätzlich und wird je nach technischer Möglichkeit und entsprechend des Interesses der TeilnehmerInnen zu einem späteren Zeitpunkt darüber informieren, welcher Gemeindebau für eine Anwendung der Grünfassaden-Module in Frage kommt.

Wo genau liegt das Zielgebiet Innerfavoriten?

Das Zielgebiet liegt im Bereich zwischen der Gudrunstraße, Wielandgasse, Laaer-Berg-Straße, Absberggasse, Ferdinand-Löwe-Straße und Südosttangente.

Warum werden die kostenlosen Module in Innerfavoriten vergeben?

In Innerfavoriten gibt es wenige Grünflächen – im heißen Sommer entstehen dort besonders viele sogenannte „städtische Hitzeinseln“. Bauwerksbegrünung ist daher dort besonders effektiv. Innerfavoriten ist außerdem das Fokus-Gebiet des Projektpartners Grünstattgrau.

Mein Haus befindet sich nicht in Innerfavoriten – zahlt es sich trotzdem aus, einzureichen?

Ja, unbedingt: Grundsätzlich können alle WienerInnen und Wiener einreichen! Im Fall, dass das Projektgebiet ausgeweitet wird, können auch Einreichungen aus anderen Stadtvierteln berücksichtigt werden. Außerdem soll das BeRTA-Modul im nächsten Schritt in ganz Wien zum Einsatz kommen. Ihre Daten gehen nicht verloren und können für eine erneute spätere Beantragung wieder verwendet werden.

Ich habe meinen Link zum weiteren Eingeben verloren. Wie bekomme ich den Link zurück?

Schreiben Sie dazu ein Mail an 50gh@tatwort.at und geben Sie die Adresse an, für die Sie einreichen möchten. Sie erhalten den Link zugeschickt.

Wer muss der Einreichung zustimmen?

Bei einem Haus mit mehreren EigentümerInnen müssen mehr als 50% der Eigentümer-Anteile, dem Vorhaben per Umlaufbeschluss zustimmen. EigentümerInnen und Hausverwaltungen können den Umlaufbeschluss starten. Eine Vorlage dafür finden Sie hier: www.50gh.at/umlaufbeschluss

Wie kann ich in meinem Haus einen Mehrheitsbeschluss erreichen?

Der Beschluss kann von eineR EigentümerIn oder der Hausverwaltung gestartet werden. Er kann schriftlich und postalisch (nicht per e-mail!) erfolgen.

EigentümerInnen können auch die Hausverwaltung beauftragen, den Umlaufbeschluss zu starten. Im Bereich Downloads haben wir verschiedene Materialien zusammengestellt, die dabei unterstützen, die anderen EigentümerInnen vom Grünfassaden-Modul zu überzeugen.

Warum ist eine Pflegeverpflichtungserklärung für die Einreichung notwendig?

Für die erfolgreiche Einreichung ist es notwendig, dass die Pflege der Pflanzen langfristig sichergestellt ist – zum einen, damit die Grünfassade möglichst lange Freude bereitet, aber auch aus Gründen des Brandschutzes. Dafür ist es notwendig, die Pflege auch vertraglich sicherzustellen, damit es klare Zuständigkeiten gibt.

Ist der Trog robust genug, dass er auch nach vielen Jahren noch schön aussieht?

Ja: Der Trog ist frostbeständig, laugenbeständig, temperaturbeständig, UV-beständig, witterungsbeständig und bedingt lösungsmittelbeständig.

Wenn der Trog eben/plan (spannungsfrei) aufgestellt wurde ist er sehr stabil und langlebig. Bei Beschädigungen an der Beschichtung kann eine neue Farbschicht aufgetragen werden.

Aus welchen Materialien wird der Trog bestehen?

Das Grünfassadenmodul, das im Rahmen von „50 Grüne Häuser“ vergeben wird, hat einen Trog aus Faserzement. Grundsätzlich sind aber auch Steinfaser oder Hochfestbeton als Materialien möglich und kommen ggf. in späteren Konfigurationen zum Einsatz.

Wenn eine Rankhilfe gewählt wird: Wie wird diese an der Fassade montiert?

Um eine stabile Verbindung mit der Fassade herzustellen müssen Verankerungspunkte gesetzt werden. Wie viele das sind hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie z.B. Art der Rankhilfe, Rankpflanzen, Untergrund (Backstein, Beton, Wärmedämmung oder vorgehängte hinterlüftete Fassade). Die Montage erfolgt durch Profis.

Lässt sich eine Rankhilfe wieder rückstandlos abnehmen?

Wie bei jeder Verdübelung können die eingesetzten Schrauben oder Gewindestangen wieder entfernt werden (bei Bolzenanker etwas aufwändiger), die entstandenen Öffnungen können danach fachgerecht verschlossen und wenn nötig übermalt werden.

Woraus besteht der Überwuchsstopp und wie wird dieser befestigt?

Die Überwuchsleiste ist eine speziell geformte Aluminiumleiste, die ähnlich wie Rankhilfen an der Fassade befestigt wird.

Die Überwuchsleiste wird verwendet, um selbstklimmende Pflanzen davon abzuhalten über gewisse Bereiche hinauszuwachsen, z.B. bei Fenstern und Richtung Nachbargebäude oder als formgebendes Element.

Auf meiner Fassade befinden sich Graffiti – gilt das als Beschädigung? Ist eine Begrünung trotzdem möglich?

Graffiti gelten nicht als Beschädigung. Pflanzen können ein natürlicher Schutz gegen Graffiti sein oder diese überwachsen. Eine Begrünung ist daher möglich.

Ich möchte das Grünfassaden-Modul gerne für die Begrünung des Innenhofes verwenden. Ist das möglich?

Derzeit ist das nicht möglich, die ersten 50 Grünfassaden-Module werden ausschließlich auf der Straßenseite vergeben.

Sobald die Module käuflich erhältlich sind, können sie auch hofseitig aufgestellt werden.

Warum werden die 50 Module ausschließlich auf der Straßenseite vergeben?

Die Wirkung gegen „urbane Hitzeinseln“ ist auf der Straßenseite deutlich höher als in – häufig begrünten – Innenhöfen.

Was gilt es zum Thema Brandschutz zu beachten?

Wenn die Pflanzen gut gepflegt sind, wird die Begrünung nicht als Brandlast gewertet – nur vertrocknete Pflanzen werden von Seiten der Behörde als Risiko bewertet. Daher ist eine regelmäßige Pflege unbedingt sicherzustellen.

Ab dem 4. Obergeschoss mit vorhandenen Fensteröffnungen wird eine Betrachtung der brandschutztechnischen Situation notwendig. Diese kann erfordern, die Kletterpflanze vor dem weiteren Emporwachsen durch eine Wuchssperre oder regelmäßigen Rückschnitt zu hindern.

Wer setzt die Montage der 50 Module um?

Die ersten 50 Grünfassaden-Module werden im Rahmen des Projektes kostenlos von Profis installiert.

Mein Gebäude ist nach 2014 errichtet worden. Muss die Begrünung im Bauwerksbuch eingetragen werden?

Nein, das ist nicht notwendig.

Ich möchte ein Grünfassaden-Modul kaufen – wann ist das möglich?

Derzeit läuft die Einreichung für die ersten 50 Prototypen des Grünfassaden-Moduls. Diese ersten 50 Module werden im Herbst 2019 aufgestellt. Der reguläre Verkauf wird voraussichtlich Ende 2019 starten, dann gibt es auch detaillierte Infos zu Kosten, Konfigurationen, etc.

Falls Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, empfehlen wir Ihnen, sich in unsere Mailing-Liste einzutragen.

Welche Pflanzen werden im Grünfassaden-Modul wachsen?

ExpertInnen haben für die BeRTA-Module eine passende Pflanz-Auswahl getroffen. Je nach Himmelsrichtung, Standort und Fassaden-Beschaffenheit, sind andere Pflanzen geeignet – deshalb wird für jeden Standort die passende Pflanze sorgfältig ausgesucht. Hier finden Sie eine Übersicht über alle Pflanzen, die im BeRTA-Modul zum Einsatz kommen.

Sind auch mehrere verschiedene Pflanzen pro Trog möglich?

Ja, aber es ist wichtig, dass sie zusammenpassen – also etwa die gleiche Wuchsfreudigkeit haben.

Kann man die Tröge auch mit weiteren / eigenen Pflanzen bepflanzen?

Eher nicht: Die Kletterpflanzen brauchen Platz, weitere Pflanzen können daher unter Umständen eine unerwünschte Konkurrenz darstellen. Die Mulchschicht im Trog sorgt für einen Schutz vor unerwünschtem Beikraut. Mehr Grün schaffen Sie also lieber mit zusätzlichen Pflanz-Trögen oder BeRTA-Modulen.

Was passiert, wenn eine Pflanze kaputt bzw. gestohlen wird oder ein Trog beschädigt wird?

Die Pflanzen sind zum Zeitpunkt der Übergabe der Tröge bereits ca. 2,5 Meter hoch – es ist daher unwahrscheinlich, dass Pflanzen gestohlen werden. Sollte das dennoch passieren, wird sich das Team von „50 Grüne Häuser“ darum bemühen, kostenlosen oder kostengünstigen Ersatz zur Verfügung zu stellen.

Wird die Pflanze aufgrund gravierender Fehler in der Pflege kaputt, muss sie auf Kosten der Hausgemeinschaft nachgesetzt werden. Eine Pflanze kostet etwa 30-40 Euro.

Der Trog kann bei Bedarf im Rahmen der Versicherung des Hauses mitversichert werden. Es besteht kein Anspruch auf Ersatz der Pflanzen oder des Troges.

Welche Eigenschaften haben selbstklimmende Kletterpflanzen prinzipiell?

Mit selbstklimmenden Kletterpflanzen sind höhere Begrünungsflächen möglich. Um den Pflegeaufwand (Rückschnitt) im Alter zu reduzieren ist eine sogenannte Überwuchsleiste als Abgrenzungsmöglichkeit zu anderen Gebäuden, oberen Stockwerken oder rund um Fenster als kostenpflichtige Erweiterung verfügbar.

Wird die Fassade durch die Pflanzen kaputt?

Nein, ganz im Gegenteil: Bauwerksbegrünungen wirken wie Schutzschilder gegen Verwitterung und helfen, Sanierungs- und Wartungskosten zu senken.

Auch selbstklimmende Kletterpflanzen schädigen die Fassade nicht: Sie eignen sich jedoch nur bei einwandfreiem Fassadenzustand ohne Risse und Spalten. Deshalb wird die Pflanz-Auswahl nach genauer Analyse des Fassadenzustandes durch die Experten von 50 Grüne Häuser getroffen.

Besteht Schimmelgefahr auf der Mauer unter der dichten Blätterschicht?

Keinesfalls – im Gegenteil: Die Pflanzen die im Rahmen des Grünfassaden-Moduls vergeben werden, halten mit ihrem Blattwerk Wasser ab und nehmen Wasser im Wurzelbereich auf. Eine aktuelle Studie der TU Wien (KORJENIC et al., 2015) zeigt, dass untersuchtes Mauerwerk hinter Fassadenbegrünungen trocken ist.

Wie lange leben die Pflanzen?

Kletterpflanzen können im naturgewachsenen Boden sehr alt werden – die ältesten Mauerkatzen (Veitchiis) in Wien sind weit über 80 Jahre alt. Wenn die Pflanzen im Trog wachsen, ist die Lebensdauer natürlich kürzer. Bei guter Pflege können aber auch hier mehrere Jahrzehnte vitales Wachstum erwartet werden.

Welche Höhe erreichen die Pflanzen maximal?

Die maximalen Höhen reichen von 2-5 Metern beim Japanischen Geißblatt bis zu 15-20 Metern bei der Mauerkatze oder beim Blauregen.

Wieviel wächst die Pflanze pro Jahr?

Pro Trog werden zwei Pflanzen gesetzt, die beim Einpflanzen bereits ca. 2,5 Meter hoch sind. Je nach Pflanzenart ist der jährliche Zuwachs unterschiedlich. Das japanische Geißblatt wächst vergleichsweise langsam, Hopfen wächst sehr rasch.

Nach wie vielen Jahren sieht das Ergebnis in etwa so aus wie auf der Darstellung?

Es hängt von einer guten Pflege und Versorgung ab, wie gut die Pflanzen gedeihen. Verschiedene Kletterpflanzen haben unterschiedliche Zuwachsraten – von wenigen cm bis hin zu mehreren Metern pro Jahr. Wuchshöhen bis sechs Meter, also bis über das erste Obergeschoss, sind innerhalb von drei bis fünf Jahren zu erwarten.

Wie funktioniert die Bewässerung / das Gießen?

Für die Versorgung der Pflanzen mit Wasser gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder erfolgt die Bewässerung manuell: regelmäßige Kontrolle des Wasserbedarfs und Bewässerung mittels Gießkanne oder Schlauch.

Oder es wird kostenpflichtig ein automatisches Bewässerungssystem installiert. Dafür müssen bestimmte bauliche Voraussetzungen erfüllt sein. Die Funktionalität der Bewässerungsanlage ist trotzdem regelmäßig zu überprüfen. Mehr Informationen zur automatischen Bewässerung finden Sie unter „Erweiterungen

Wie häufig muss gegossen werden?

Aufgrund des Wasserspeichers müssen die Pflanzen selbst in heißen Sommern nur etwa 2x pro Woche gegossen werden.

Achtung: Auch im Winter darf nicht aufs Gießen vergessen werden, das ist speziell bei immergrünen Pflanzen und südexponierten Modulen sehr wichtig.

Was ist außer dem Gießen noch für die Pflege erforderlich?

Regelmäßig sollte durch Profis eine Pflege des Grünfassaden-Moduls  durchgeführt werden.

Der Pflegeintervall ist abhängig von der Bepflanzung und des gewünschten Erscheinungsbilds:

  • empfohlen mind. 1 x jährlich im Frühjahr
  • besser 2 x jährlich im Frühjahr und Herbst, oder öfter bei Bedarf: regelmäßige Sichtkontrolle für rechtzeitiges Erkennen von notwendigen Maßnahmen

Was kostet die laufende Pflege?

Die laufenden Kosten für Wasser, Dünger und professionelle Kontrolle wird auf rund € 25,- pro Monat für das gesamte Haus geschätzt und unter den BewohnerInnen über die Betriebskosten aufgeteilt.

Je nach Anzahl der Hausparteien entstehen also pro Wohnung Kosten von nur wenigen Euro pro Monat.

Können auch ältere Menschen oder Kinder das Gießen übernehmen?

Ja – das ist gut möglich. Besonders einfach wird es, wenn sich im Erdgeschoss ein Wasseranschluss befindet.

Macht die Fassadenbegrünung viel „Dreck“?

Im Gegenteil: Pflanzen reinigen die Luft und produzieren Sauerstoff. Der jährliche Laubwurf ist rasch in einem Arbeitsgang zu entfernen, ähnlich wie bei Bäumen.

Ich gieße die Module gerne selbst, aber wer kümmert sich, wenn ich einmal auf Urlaub fahre?

Sprechen Sie Ihre NachbarInnen an: In den meisten Häusern leben Menschen, die sich für Natur in ihrer Umgebung begeistern können. Am besten ist es also, NachbarInnen frühzeitig zu kontaktieren und MitstreiterInnen zu finden, die das Gießen übernehmen können, wenn der / die Hauptverantwortliche auf Urlaub ist. Eine Ersatzperson kann entweder in der Pflegeverpflichtungserklärung festgehalten werden, oder informell vereinbart werden.

Ich kann das Gießen nicht selbst übernehmen – welche Möglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten: Entweder Sie finden jemand anderen aus dem Haus, der die Pflege vertraglich zusichert. Falls es baulich möglich ist, kann eine Bewässerungsanlage installiert werden. Dabei ist aber eine regelmäßige Kontrolle – durch BewohnerInnen oder eine Firma – notwendig. Außerdem ist es möglich, eine Firma mit dem Gießen zu beauftragen.

Warum ist eine Pflegeverpflichtungserklärung für die Einreichung notwendig?

Für die erfolgreiche Einreichung ist es notwendig, dass die Pflege der Pflanzen langfristig sichergestellt ist – zum einen, damit die Grünfassade möglichst lange Freude bereitet, aber auch aus Gründen des Brandschutzes. Damit es klare Zuständigkeiten gibt ist es notwendig, die Pflege vertraglich sicherzustellen.

Ist es möglich, wieder aus der Pflegeverpflichtungserklärung auszusteigen?

Grundsätzlich gilt die Pflegeverpflichtungserklärung ohne Ablaufdatum – also so lange das Modul besteht, muss es gepflegt werden – allerdings nicht durch den selben Menschen. Die Erklärung ist jederzeit kündbar, die Hausgemeinschaft muss aber für adäquaten Ersatz sorgen.

Gibt es ein Pflegeservice?

Ja, es ist möglich, ein Pflegeservice zu buchen. Die dabei entstehenden Kosten richten sich nach Aufwand und Einsatzhäufigkeit. Verschiedene Pflege-Frequenzen sind vereinbar, von Kontrolle und Rückschnitt 1x/Jahr bis zu vierteljährlicher Kontrolle und Notdienst. Mehr Informationen finden Sie unter „Erweiterungen

Welche Unterstützung erhalte ich vom Team des Forschungsprojektes wenn es um die Pflege der Tröge geht?

Rund um die Übergabe des BeRTA-Moduls wird im Rahmen des Forschungprojektes „50 Grüne Häuser“ ein Sammeltermin vereinbart, an dem alle UnterzeichnerInnen der Pflegeverpflichtungserklärung und weitere interessierte NachbarInnen eine professionelle Einschulung durch ExpertInnen erhalten.

Ihre Frage ist hier nicht beantwortet? Dann melden Sie sich bei uns und wir helfen Ihnen gerne weiter: Schreiben Sie uns an info@50gh.at!

50 Grüne Häuser wird ermöglicht durch

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Stadt der Zukunft” realisiert. „Stadt der Zukunft“ ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) abgewickelt.

Nach Oben